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Das Berufsbild des Autors verändert sich

Mit dem Wandel zur Informationsgesellschaft ändert sich auch der Arbeitsmarkt in vielen Branchen. Es entstehen neue Arbeitsplätze in völlig neuen Bereichen und im Gegenzug gehen in angestammten Feldern Arbeitsplätze verloren. Dies betrifft besonders auch die unterschiedlichen Berufsbilder der schreibenden Zunft.


So gehen besonders bei klassischen Verlagen viele Arbeitsplätze verloren. So geht die Anzahl der klassischen Tageszeitungen deutlich zurück. Zudem wird gleichzeitig die Anzahl der Mitarbeiter in den Redaktionen ständig reduziert. Gehörte noch vor Jahren eine große Redaktion zu jeder Zeitung, so muss heute eine deutlich kleinere Mannschaft das gleiche Zeitungsprojekt stemmen. Ähnlich sieht es bei Verlagen aus. Auch hier hat die Branche seit Jahren damit zu kämpfen, sinkende Verkaufszahlen bei Büchern zu kompensieren. Die direkte Folge ist auch hier eine sinkende Anzahl von Arbeitsplätzen.

Das eigentliche Problem bei dieser Entwicklung ist der breite Wegfall von Arbeitsplätzen, die direkt oder indirekt mit dem Schreiben zusammenhängen. Denn diese Tendenz betrifft natürlich auch nachgelagerte Berufsbilder wie Lektoren oder Layouter. Gleichzeitig entstehen zwar seit Jahren durch die vielen Online-Publikationen und dem verstärkten Selfpublishing völlig neue Berufsfelder im Umfeld des Schreibens, doch diese stehen in den meisten Fällen unter neuen Vorzeichen. Saßen noch vor Jahren viele Festangestellte in den Redaktionen, so sind heute fast nur noch freiberufliche Schreiber gefordert.

Die Folge ist, der freie Autor oder Redakteur trägt nun das unternehmerische Risiko vollständig selbst. Zudem sinken die Einkünfte durch das große Überangebot am Markt. Teilweise können einzelne Autoren durch ihre Arbeit kaum noch den normalen Lebensunterhalt verdienen. Die Seitenpreise bei Redaktionen sinken und wer selbst einen Blog oder eine Internetseite in Eigenregie betreibt, hat hier große Mühe, überhaupt eigene Einkünfte zu bestreiten.

Für den Einzelnen heißt es, sich noch stärker auf die Schlüsselqualifikationen der Informationsgesellschaft zu konzentrieren und möglichst bestimmte Nischen zu besetzen. Zudem hat jeder die Chance, durch die modernen Kommunikationstechniken die Möglichkeiten der enormen Informationsvielfalt zu nutzen. Wer die Techniken zu seinem Vorteil nutzt, kann sich so einen eindeutigen Vorsprung verschaffen. Neue Formen der Aus- und Weiterbildung sowie der Zugriff auf weltweite Informationssammlungen bieten hierfür eine hervorragende Basis für das eigene berufliche Fortkommen.

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