reMarkable Paper Pure im ersten Eindruck: Das Papier-Tablet für konzentriertes Schreiben

Mit dem Paper Pure hat reMarkable im Frühjahr 2026 den Nachfolger des beliebten reMarkable 2 vorgestellt – und sich dabei bewusst auf das Wesentliche konzentriert: Schreiben, Lesen und Denken auf einem Display, das sich anfühlt wie Papier. Wir haben das Gerät jetzt in der Redaktion und schildern unseren ersten Eindruck. Ein ausführlicher Praxistest folgt in einigen Wochen.

Die wichtigsten Daten im Überblick

reMarkable Paper Pure
Display10,3 Zoll, Schwarz-Weiß (E Ink Carta 1300), 1.872 × 1.404 Pixel, Canvas-Schreiboberfläche
Beleuchtungkein Frontlicht
Prozessor / Speicher1,7 GHz Dual-Core, 2 GB RAM, 32 GB Speicher
Akkubis zu drei Wochen (bei rund einer Stunde Nutzung pro Tag), austauschbar
Gewicht / Dicke360 g, 6 mm
StiftMarker im Lieferumfang, kompatibel mit Marker Plus (nicht mit den Stiften des reMarkable 2)
AnschlüsseDual-Band-WLAN, USB-C
Preis399 € mit Marker, 469 € im Paket mit Marker Plus und Sleeve Folio – erhältlich im reMarkable-Shop

Gegenüber dem reMarkable 2 soll der Paper Pure beim Navigieren, Zoomen und Umblättern bis zu doppelt so schnell sein; die Tinte erscheint laut Hersteller nach nur 21 Millisekunden auf dem Display. Bemerkenswert ist auch der Nachhaltigkeitsansatz: Das Gerät besteht zu 38 Prozent aus recycelten Materialien und wird verschraubt statt verklebt, was spätere Reparaturen erleichtert.

Auspacken und Verarbeitung

Schon die Verpackung hinterlässt einen hochwertigen Eindruck – und dieser Eindruck bestätigt sich, sobald man den Paper Pure in der Hand hält. Das Gerät ist absolut hochwertig verarbeitet und wirkt mit nur 6 Millimetern und 360 Gramm eher wie ein dünnes Notizheft als wie ein Tablet. Im Karton liegen neben dem Gerät der Marker, ein USB-C-Kabel und Ersatzspitzen.

Das Schreibgefühl

Herzstück jedes reMarkable ist das Schreiben. Der Paper Pure nutzt die texturierte Canvas-Oberfläche der dritten Generation, die bereits beim Paper Pro für ein papierähnliches Gefühl sorgt.

Und genau hier spielt der Paper Pure seine Stärke aus: Der Stift liegt gut in der Hand, und das Schreibgefühl ist schlicht toll. Die Oberfläche bietet einen leichten, angenehmen Widerstand, sodass sich das Schreiben tatsächlich wie Stift auf Papier anfühlt. So konzentriert man sich auf die Gedanken statt auf das Gerät.

Lesen und Arbeiten mit Dokumenten

Das Lesen und Bearbeiten von PDF-Dokumenten, etwa Manuskripten oder Fachartikeln mit Anmerkungen, nehmen wir im ausführlichen Praxistest genauer unter die Lupe. Dateien lassen sich über die reMarkable-App auf Smartphone und Computer, über den Browser oder per USB-C auf das Gerät übertragen.

Wichtig zu wissen: Der Paper Pure hat kein Frontlicht. Wer abends oder in dunkler Umgebung schreibt, braucht eine externe Lichtquelle – Tipps dazu finden Sie in unserem Beitrag LED-Leselampe für eReader und Buch.

Software und Connect-Abo

Zum Gerät bietet reMarkable das kostenpflichtige Abo Connect an (nach einer kostenlosen Testphase). Es ergänzt unter anderem eine Synchronisation in der Cloud, zusätzliche Vorlagen, den Import aus Word, OneDrive, Dropbox und Google Drive, eine Suche in Handschrift sowie die Umwandlung von Notizen per KI. Ohne Abo lässt sich das Gerät ebenfalls nutzen, dann mit eingeschränkten Cloud-Funktionen.

Die Einrichtung ist in wenigen Minuten erledigt: WLAN verbinden, mit dem reMarkable-Konto anmelden, fertig. Auch danach überzeugt die Bedienung – man findet sich sofort in der Menüstruktur zurecht. Notizbücher, Ordner und Vorlagen sind übersichtlich angeordnet, ohne dass man lange suchen oder in einer Anleitung nachlesen muss.

Eigene Planer und Vorlagen auf dem reMarkable

Wie andere E-Ink-Tablets kann auch der reMarkable PDF-Dateien als Notizbuch nutzen. Damit eignet er sich für digitale Planer mit verlinkten Seiten. Unser Kalender 2027 ist zwar für den Kindle Scribe gestaltet, lässt sich aber auch auf dem reMarkable nutzen.

Wie sich unser Kalender 2027 mit seinen verlinkten Monats-, Wochen- und Tagesseiten auf dem Paper Pure schlägt, zeigen wir ebenfalls im Praxistest.

Erster Eindruck: Für wen eignet sich der Paper Pure?

Nach den ersten Tagen fällt das Zwischenfazit klar positiv aus: Der reMarkable Paper Pure ist hochwertig verarbeitet, schnell eingerichtet, intuitiv zu bedienen und bietet ein hervorragendes Schreibgefühl. Er richtet sich an alle, die viel von Hand notieren und dabei bewusst auf Ablenkung verzichten möchten – Autorinnen und Autoren, die Ideen und Szenen skizzieren, Studierende mit vielen Mitschriften und Berufstätige mit vielen Besprechungen. Wer abends ohne zusätzliche Lichtquelle lesen möchte oder Farbe braucht, sollte dagegen einen Blick auf den Paper Pro werfen. Wie sich das Gerät im Alltag über mehrere Wochen bewährt, lesen Sie in unserem ausführlichen Praxistest.

Wer sich zwischen den Modellen entscheidet, findet weitere Informationen in unseren Beiträgen zum reMarkable Paper Pro, zum reMarkable Paper Pro Move sowie im Überblick E-Ink-Tablets im Check.

Werbung: Das Testgerät wurde uns von reMarkable kostenlos zur Verfügung gestellt. Auf unsere Bewertung hat das keinen Einfluss. Der Link zum reMarkable-Shop ist kein Affiliate-Link. Bild: reMarkable. Technische Daten und Preise: Herstellerangaben, Stand November 2026.

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